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David Crosby und Jackson Browne mit starken Alben
July 29, 2021
Berlin/Los Angeles (dpa) – David Crosby wurde 1941 in Los Angeles geboren, der sieben Jahre jüngere Jackson Browne wuchs als Kind in der Küstenmetropole auf. Es ist aber vor allem ihre Musik, die sie…
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July 29, 2021
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Als Pioniere des Westküsten-Sounds verkörpern David Crosby und Jackson Browne eine wichtige Ära der US-Popmusik. Mit zwei neuen Alben polieren die Veteranen ihr Spätwerk auf.

© Anna Webber (dpa)
Kalifornische Klassiker
Berlin/Los Angeles (dpa) – David Crosby wurde 1941 in Los Angeles geboren, der sieben Jahre jüngere Jackson Browne wuchs als Kind in der Küstenmetropole auf. Es ist aber vor allem ihre Musik, die sie bis heute zu Weltstars der berühmten Westcoast-Szene macht.
Ihr Sound: eine mit viel kalifornischem Lebensgefühl angereicherte Stilmixtur aus US-Folkrock und Country, Flower-Power-Pop und Jazz, die in den 1960er und 70er Jahren zeitweise global die Radiowellen, Charts und Kritiker-Hitparaden dominierte.
Ikonen einer glorreichen Ära
Man muss kein Prophet sein für die Vorhersage, dass die nun gleichzeitig erschienenen Alben der Veteranen nicht mehr dieselbe Wirkung erzielen werden wie vor Jahrzehnten ihre Meisterstücke. Wie auch? Crosbys Platten mit The Byrds oder Crosby, Stills & Nash (zeitweise auch inklusive Neil Young) sind Ikonen einer Ära; Brownes melodieseliger Songwriter-Pop von einst ist immer noch ein perfekter Soundtrack für sanfte Hippies der Seventies und danach. Beide Musiker sind schon lange Mitglieder der Rock And Roll Hall Of Fame – also eigentlich Museumsstücke.
Und doch: David Crosby (79) poliert mit «For Free» seinen etwas verblassten Glorienschein nun ebenso auf wie Jackson Browne (72) mit «Downhill From Everywhere». Besonders erstaunt bei beiden betagten Herren, wie fantastisch sich ihr unverkennbarer Gesang gehalten hat.
Ihre Stimmen klingen 1A
«Das weiß ich echt nicht», sagt Crosby, der im Zoom-Interview der Deutschen Presse-Agentur sehr alt aussieht und sehr jung klingt, kichernd auf die Frage, welche Wundermittel seiner hellen, klaren Stimme seit über 50 Jahren helfen. «Ich tue nichts Besonderes dafür. Okay, ich rauche keine Zigaretten mehr, das hilft. Aber ich rauche natürlich Marihuana, sogar eine ganze Menge. Doch das scheint meiner Stimme eben nicht zu schaden. Solange sie so gut funktioniert, werde ich sie zur Hölle noch mal benutzen.» Ja bitte.
Browne wiederum erzählt im Fachblatt «Rolling Stone» (Juli-Ausgabe), sein dunklerer Gesang bleibe «einfach durchs Singen» schön. Er gibt aber auch zu, vor Jahren mal «bei verschiedenen Gesangslehrern» gewesen zu sein. «Diese Sorge, wie ich so gut wie möglich singen kann, begleitet mich schon mein ganzes Leben. Und mit gut meine ich nicht stark. Manchmal ist leise besser als kraftvoll.»
Doch was wären feinste Vocals, wie sie diese Westcoast-Helden nun schon seit Ewigkeiten zuverlässig drauf haben, ohne starke Songs? In dieser Hinsicht hat sich vor allem Grammy-Gewinner Crosby auf «For Free» selbst übertroffen – mehr noch als bereits auf seinen vier vorherigen Comeback-Platten nach langer Solo-Pause, von «Croz» (2014) bis «Here If You Listen» (2018).
Song von Joni Mitchell
Schon das Titelstück ist eine Offenbarung der Songschreiber-Kunst. «For Free» stammt allerdings von Joni Mitchell, Crosbys ehemaliger Freundin, die er bis heute verehrt. «Ich denke, sie ist die Beste von uns allen», sagt er dazu. «Ich liebe ihre Lieder. Sie ist eine schwierige Frau (lacht), aber eine fantastische Songwriterin, Sängerin und Musikerin. Ich kann Joni einfach nicht widerstehen.»
Aufgenommen hat Crosby die Ballade im Duett mit der 30 Jahre alten Sängerin Sarah Jarosz, den Klavier-Part übernahm sein Sohn James Raymond. Bei dessen Erwähnung gerät der mit einem mächtigen Walross-Schnäuzer ausgestattete Musiker im Interview erneut ins Schwärmen. «Es ist ein Geschenk, mit einem solchen Sohn gesegnet zu sein. Ich sage den Leuten gern, dass ich der glücklichste Kerl überhaupt bin. James ist zu einem Songwriter gereift, der nicht nur so gut ist wie ich, sondern manchmal sogar besser.» Mit «I Won’t Stay For Long», dem Schlussstück auf «For Free», habe immerhin nicht er selbst, sondern Raymond den besten Songs des neuen Albums geschrieben.
Gar nicht angestaubt
Prägnante Altherren-Kollaborationen für die zehn Folk-Jazz-Perlen ergaben sich mit dem 73-jährigen Donald Fagen («Rodriguez For A Night» dürfte der beste Song sein, den dessen Band Steely Dan nie aufgenommen hat) und mit Michael McDonald (69), der legendären Stimme der Doobie Brothers. «Das sind alles Leute, die die Musik in ihrer echten Substanz lieben», sagt Crosby, der immer schon gern zusammen mit Kollegen Songs schrieb. «Sie kommen nicht nur fürs Geld her.» Routiniert oder gar angestaubt klingt hier tatsächlich nichts. Und zwei weitere Alben seien schon in der Mache, kündigt der Künstler kurz vor seinem 80. Geburtstag (14. August) an.
«Er ist ein feiner Songautor, ein wirklich guter Mensch, der immer versucht hat, freundlich zu sein, solange ich ihn kenne», sagt Crosby der dpa über Jackson Browne. «Wir sind Freunde. Er liegt mir sehr am Herzen, auch wenn wir nicht miteinander abhängen, weil wir in unterschiedlichen Städten leben.»
Auf seinem harmonischen, hochsoliden Alterswerk «Downhill From Everywhere» erreicht Browne zwar nicht ganz die Flughöhe des älteren Kollegen. Doch wer seine Fabel-Alben «Late For The Sky» (1974) oder «Running On Empty» (1977) gern hört, dürfte auch mit den zehn neuen, teils mexikanisch und spanisch angehauchten Liedern kaum fremdeln.
Die warme Stimme des inzwischen graubärtigen Westcoast-Troubadors ist natürlich die halbe Miete. Und Songs wie «Minutes To Downtown», «Love Is Love» oder das (wie so oft beim Altlinken Jackson Browne) politisch aufrüttelnde «Until Justice Is Real» vermitteln das Gefühl, einem klugen Freund zu lauschen. Am Ende widmet er seiner Wahlheimat den sonnigen «Song For Barcelona». Nein, entgegen dem pessimistischen Albumtitel geht es mit diesem Singer-Songwriter keineswegs bergab.
© dpa-infocom, dpa:210722-99-482427/3

David Crosby und Jackson Browne mit starken Alben
July 29, 2021
Direkt aus dem dpa-Newskanal
Berlin/Los Angeles (dpa) – David Crosby wurde 1941 in Los Angeles geboren, der sieben Jahre jüngere Jackson Browne wuchs als Kind in der Küstenmetropole auf. Es ist aber vor allem ihre Musik, die sie bis heute zu Weltstars der berühmten Westcoast-Szene macht.
Ihr Sound: eine mit viel kalifornischem Lebensgefühl angereicherte Stilmixtur aus US-Folkrock und Country, Flower-Power-Pop und Jazz, die in den 1960er und 70er Jahren zeitweise global die Radiowellen, Charts und Kritiker-Hitparaden dominierte.
Ikonen einer glorreichen Ära
Man muss kein Prophet sein für die Vorhersage, dass die nun gleichzeitig erschienenen Alben der Veteranen nicht mehr dieselbe Wirkung erzielen werden wie vor Jahrzehnten ihre Meisterstücke. Wie auch? Crosbys Platten mit The Byrds oder Crosby, Stills & Nash (zeitweise auch inklusive Neil Young) sind Ikonen einer Ära; Brownes melodieseliger Songwriter-Pop von einst ist immer noch ein perfekter Soundtrack für sanfte Hippies der Seventies und danach. Beide Musiker sind schon lange Mitglieder der Rock And Roll Hall Of Fame – also eigentlich Museumsstücke.
Und doch: David Crosby (79) poliert mit “For Free” seinen etwas verblassten Glorienschein nun ebenso auf wie Jackson Browne (72) mit “Downhill From Everywhere”. Besonders erstaunt bei beiden betagten Herren, wie fantastisch sich ihr unverkennbarer Gesang gehalten hat.
Ihre Stimmen klingen 1A
“Das weiß ich echt nicht”, sagt Crosby, der im Zoom-Interview der Deutschen Presse-Agentur sehr alt aussieht und sehr jung klingt, kichernd auf die Frage, welche Wundermittel seiner hellen, klaren Stimme seit über 50 Jahren helfen. “Ich tue nichts Besonderes dafür. Okay, ich rauche keine Zigaretten mehr, das hilft. Aber ich rauche natürlich Marihuana, sogar eine ganze Menge. Doch das scheint meiner Stimme eben nicht zu schaden. Solange sie so gut funktioniert, werde ich sie zur Hölle noch mal benutzen.” Ja bitte.
Browne wiederum erzählt im Fachblatt “Rolling Stone” (Juli-Ausgabe), sein dunklerer Gesang bleibe “einfach durchs Singen” schön. Er gibt aber auch zu, vor Jahren mal “bei verschiedenen Gesangslehrern” gewesen zu sein. “Diese Sorge, wie ich so gut wie möglich singen kann, begleitet mich schon mein ganzes Leben. Und mit gut meine ich nicht stark. Manchmal ist leise besser als kraftvoll.”
Doch was wären feinste Vocals, wie sie diese Westcoast-Helden nun schon seit Ewigkeiten zuverlässig drauf haben, ohne starke Songs? In dieser Hinsicht hat sich vor allem Grammy-Gewinner Crosby auf “For Free” selbst übertroffen – mehr noch als bereits auf seinen vier vorherigen Comeback-Platten nach langer Solo-Pause, von “Croz” (2014) bis “Here If You Listen” (2018).
Song von Joni Mitchell
Schon das Titelstück ist eine Offenbarung der Songschreiber-Kunst. “For Free” stammt allerdings von Joni Mitchell, Crosbys ehemaliger Freundin, die er bis heute verehrt. “Ich denke, sie ist die Beste von uns allen”, sagt er dazu. “Ich liebe ihre Lieder. Sie ist eine schwierige Frau (lacht), aber eine fantastische Songwriterin, Sängerin und Musikerin. Ich kann Joni einfach nicht widerstehen.”
Aufgenommen hat Crosby die Ballade im Duett mit der 30 Jahre alten Sängerin Sarah Jarosz, den Klavier-Part übernahm sein Sohn James Raymond. Bei dessen Erwähnung gerät der mit einem mächtigen Walross-Schnäuzer ausgestattete Musiker im Interview erneut ins Schwärmen. “Es ist ein Geschenk, mit einem solchen Sohn gesegnet zu sein. Ich sage den Leuten gern, dass ich der glücklichste Kerl überhaupt bin. James ist zu einem Songwriter gereift, der nicht nur so gut ist wie ich, sondern manchmal sogar besser.” Mit “I Won’t Stay For Long”, dem Schlussstück auf “For Free”, habe immerhin nicht er selbst, sondern Raymond den besten Songs des neuen Albums geschrieben.
Gar nicht angestaubt
Prägnante Altherren-Kollaborationen für die zehn Folk-Jazz-Perlen ergaben sich mit dem 73-jährigen Donald Fagen (“Rodriguez For A Night” dürfte der beste Song sein, den dessen Band Steely Dan nie aufgenommen hat) und mit Michael McDonald (69), der legendären Stimme der Doobie Brothers. “Das sind alles Leute, die die Musik in ihrer echten Substanz lieben”, sagt Crosby, der immer schon gern zusammen mit Kollegen Songs schrieb. “Sie kommen nicht nur fürs Geld her.” Routiniert oder gar angestaubt klingt hier tatsächlich nichts. Und zwei weitere Alben seien schon in der Mache, kündigt der Künstler kurz vor seinem 80. Geburtstag (14. August) an.
“Er ist ein feiner Songautor, ein wirklich guter Mensch, der immer versucht hat, freundlich zu sein, solange ich ihn kenne”, sagt Crosby der dpa über Jackson Browne. “Wir sind Freunde. Er liegt mir sehr am Herzen, auch wenn wir nicht miteinander abhängen, weil wir in unterschiedlichen Städten leben.”
Auf seinem harmonischen, hochsoliden Alterswerk “Downhill From Everywhere” erreicht Browne zwar nicht ganz die Flughöhe des älteren Kollegen. Doch wer seine Fabel-Alben “Late For The Sky” (1974) oder “Running On Empty” (1977) gern hört, dürfte auch mit den zehn neuen, teils mexikanisch und spanisch angehauchten Liedern kaum fremdeln.
Die warme Stimme des inzwischen graubärtigen Westcoast-Troubadors ist natürlich die halbe Miete. Und Songs wie “Minutes To Downtown”, “Love Is Love” oder das (wie so oft beim Altlinken Jackson Browne) politisch aufrüttelnde “Until Justice Is Real” vermitteln das Gefühl, einem klugen Freund zu lauschen. Am Ende widmet er seiner Wahlheimat den sonnigen “Song For Barcelona”. Nein, entgegen dem pessimistischen Albumtitel geht es mit diesem Singer-Songwriter keineswegs bergab.
© dpa-infocom, dpa:210722-99-482427/3
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July 29, 2021
https://www.rtl.de/cms/david-crosby-und-jackson-browne-mit-starken-alben-4801643.html
23. Juli 2021 – 13:39 Uhr
Berlin/Los Angeles (dpa) – David Crosby wurde 1941 in Los Angeles geboren, der sieben Jahre jüngere Jackson Browne wuchs als Kind in der Küstenmetropole auf. Es ist aber vor allem ihre Musik, die sie bis heute zu Weltstars der berühmten Westcoast-Szene macht.
Ihr Sound: eine mit viel kalifornischem Lebensgefühl angereicherte Stilmixtur aus US-Folkrock und Country, Flower-Power-Pop und Jazz, die in den 1960er und 70er Jahren zeitweise global die Radiowellen, Charts und Kritiker-Hitparaden dominierte.
Ikonen einer glorreichen Ära
Man muss kein Prophet sein für die Vorhersage, dass die nun gleichzeitig erschienenen Alben der Veteranen nicht mehr dieselbe Wirkung erzielen werden wie vor Jahrzehnten ihre Meisterstücke. Wie auch? Crosbys Platten mit The Byrds oder Crosby, Stills & Nash (zeitweise auch inklusive Neil Young) sind Ikonen einer Ära; Brownes melodieseliger Songwriter-Pop von einst ist immer noch ein perfekter Soundtrack für sanfte Hippies der Seventies und danach. Beide Musiker sind schon lange Mitglieder der Rock And Roll Hall Of Fame – also eigentlich Museumsstücke.
Und doch: David Crosby (79) poliert mit “For Free” seinen etwas verblassten Glorienschein nun ebenso auf wie Jackson Browne (72) mit “Downhill From Everywhere”. Besonders erstaunt bei beiden betagten Herren, wie fantastisch sich ihr unverkennbarer Gesang gehalten hat.
Ihre Stimmen klingen 1A
“Das weiß ich echt nicht”, sagt Crosby, der im Zoom-Interview der Deutschen Presse-Agentur sehr alt aussieht und sehr jung klingt, kichernd auf die Frage, welche Wundermittel seiner hellen, klaren Stimme seit über 50 Jahren helfen. “Ich tue nichts Besonderes dafür. Okay, ich rauche keine Zigaretten mehr, das hilft. Aber ich rauche natürlich Marihuana, sogar eine ganze Menge. Doch das scheint meiner Stimme eben nicht zu schaden. Solange sie so gut funktioniert, werde ich sie zur Hölle noch mal benutzen.” Ja bitte.
Browne wiederum erzählt im Fachblatt “Rolling Stone” (Juli-Ausgabe), sein dunklerer Gesang bleibe “einfach durchs Singen” schön. Er gibt aber auch zu, vor Jahren mal “bei verschiedenen Gesangslehrern” gewesen zu sein. “Diese Sorge, wie ich so gut wie möglich singen kann, begleitet mich schon mein ganzes Leben. Und mit gut meine ich nicht stark. Manchmal ist leise besser als kraftvoll.”
Doch was wären feinste Vocals, wie sie diese Westcoast-Helden nun schon seit Ewigkeiten zuverlässig drauf haben, ohne starke Songs? In dieser Hinsicht hat sich vor allem Grammy-Gewinner Crosby auf “For Free” selbst übertroffen – mehr noch als bereits auf seinen vier vorherigen Comeback-Platten nach langer Solo-Pause, von “Croz” (2014) bis “Here If You Listen” (2018).
Song von Joni Mitchell
Schon das Titelstück ist eine Offenbarung der Songschreiber-Kunst. “For Free” stammt allerdings von Joni Mitchell, Crosbys ehemaliger Freundin, die er bis heute verehrt. “Ich denke, sie ist die Beste von uns allen”, sagt er dazu. “Ich liebe ihre Lieder. Sie ist eine schwierige Frau (lacht), aber eine fantastische Songwriterin, Sängerin und Musikerin. Ich kann Joni einfach nicht widerstehen.”
Aufgenommen hat Crosby die Ballade im Duett mit der 30 Jahre alten Sängerin Sarah Jarosz, den Klavier-Part übernahm sein Sohn James Raymond. Bei dessen Erwähnung gerät der mit einem mächtigen Walross-Schnäuzer ausgestattete Musiker im Interview erneut ins Schwärmen. “Es ist ein Geschenk, mit einem solchen Sohn gesegnet zu sein. Ich sage den Leuten gern, dass ich der glücklichste Kerl überhaupt bin. James ist zu einem Songwriter gereift, der nicht nur so gut ist wie ich, sondern manchmal sogar besser.” Mit “I Won’t Stay For Long”, dem Schlussstück auf “For Free”, habe immerhin nicht er selbst, sondern Raymond den besten Songs des neuen Albums geschrieben.
Gar nicht angestaubt
Prägnante Altherren-Kollaborationen für die zehn Folk-Jazz-Perlen ergaben sich mit dem 73-jährigen Donald Fagen (“Rodriguez For A Night” dürfte der beste Song sein, den dessen Band Steely Dan nie aufgenommen hat) und mit Michael McDonald (69), der legendären Stimme der Doobie Brothers. “Das sind alles Leute, die die Musik in ihrer echten Substanz lieben”, sagt Crosby, der immer schon gern zusammen mit Kollegen Songs schrieb. “Sie kommen nicht nur fürs Geld her.” Routiniert oder gar angestaubt klingt hier tatsächlich nichts. Und zwei weitere Alben seien schon in der Mache, kündigt der Künstler kurz vor seinem 80. Geburtstag (14. August) an.
“Er ist ein feiner Songautor, ein wirklich guter Mensch, der immer versucht hat, freundlich zu sein, solange ich ihn kenne”, sagt Crosby der dpa über Jackson Browne. “Wir sind Freunde. Er liegt mir sehr am Herzen, auch wenn wir nicht miteinander abhängen, weil wir in unterschiedlichen Städten leben.”
Auf seinem harmonischen, hochsoliden Alterswerk “Downhill From Everywhere” erreicht Browne zwar nicht ganz die Flughöhe des älteren Kollegen. Doch wer seine Fabel-Alben “Late For The Sky” (1974) oder “Running On Empty” (1977) gern hört, dürfte auch mit den zehn neuen, teils mexikanisch und spanisch angehauchten Liedern kaum fremdeln.
Die warme Stimme des inzwischen graubärtigen Westcoast-Troubadors ist natürlich die halbe Miete. Und Songs wie “Minutes To Downtown”, “Love Is Love” oder das (wie so oft beim Altlinken Jackson Browne) politisch aufrüttelnde “Until Justice Is Real” vermitteln das Gefühl, einem klugen Freund zu lauschen. Am Ende widmet er seiner Wahlheimat den sonnigen “Song For Barcelona”. Nein, entgegen dem pessimistischen Albumtitel geht es mit diesem Singer-Songwriter keineswegs bergab.
© dpa-infocom, dpa:210722-99-482427/3
Read MoreJackson Browne isn’t bothered about being original in his first album for seven years… he is not looking to make life harder for himself or his listeners
July 29, 2021
In the Olympics of pop, two countries dominate the medal tables: the US and the UK. Broadly speaking, if you value originality, Britain is the winner, although of course there are American trailblazers, from Chuck Berry to Fiona Apple.
If you prefer proficiency, then, with notable exceptions such as Eric Clapton, America wins hands down.
Jackson Browne, now 72, isn’t bothered about being original. The man who co-wrote the Eagles’ Take It Easy is not looking to make life harder for himself or his listeners.
+1
Jackson Browne, now 72 (above), isn’t bothered about being original. The man who co-wrote the Eagles’ Take It Easy is not looking to make life harder for himself or his listeners
His smooth Californian soft rock has barely changed since 1974, but that’s fine because he’s so proficient at it.
Downhill From Everywhere is his first album for seven years. It’s as if he went to sleep and woke up when Donald Trump was gone, which may be a mercy as Browne has long been a vocal eco campaigner.
On these ten new tracks his politics poke through only occasionally. They’re songs in the key of a long life.
With A Human Touch he delivers the ballad that lockdown demanded, pulsating with love and pain. On Minutes To Downtown he contemplates mortality while apparently addressing his girlfriend, Dianna Cohen, who is in her 50s.
‘The years I’ve seen that fell between my date of birth and yours,’ he sings, ‘fade beyond the altered shore of a river changing course.’ It takes some skill to write lines that long and make them sing.
Another gem is entitled Still Looking For Something. It could be about Bob Dylan, who hasn’t let his 80th birthday stop him branching out. For his latest trick he staged a livestreamed gig called Shadow Kingdom.
The setlist was enticing: Forever Young returned after ten years off, Tombstone Blues after 15. The sound was refreshing: a soulful acoustic ensemble rather than the usual blues-rock thump.
The atmosphere was alluring: a bar packed with young people, smoking like there’s no today.
And the singing, at first, was exasperating – thin and grumpy, as if Dylan didn’t want to be there. But then he found the tenderness beneath his tetchy rasp and delivered a gorgeous version of To Be Alone With You.
The show, which cost $28.75, expires at 8am tomorrow. If you know any die-hard fans, you may want to drop in on them today.
Read MoreAlbum: Jackson Browne – Downhill From Everywhere
July 29, 2021
https://theartsdesk.com/new-music/album-jackson-browne-downhill-everywhere
Album: Jackson Browne – Downhill From Everywhere
Still giving a shit
It’s hard to believe that it’s almost 50 years since I splurged a day’s Saturday pay on For Everyman, Jackson Browne’s second album. The title track alone was worth it. A couple of years on and Late for the Sky yielded “Before the Deluge” and “Fountain of Sorrow”.He’s written some great songs – and let’s not forget that “Take It Easy”, co-written with Glenn Frey, gave the Eagles their first hit. Another singer-songwriter from the fabled Laurel Canyon scene.
Downhill From Everywhere, a pretty good summing-up of where we all are, is Browne’s first album in seven years and only his 15th in total: a modest output in such a long career. But then he’s a perfectionist. Written before Covid (which he caught) upended the world that Trump had so fatally destabilised, it’s easily recognisable as Jackson Browne, in terms of both overall style and his voice, which remains in good shape with the characteristically world-weary tone. It’s his usual mix of the personal and the political, the two aspects of his life and work kept always in balance, as he demonstrates once more in “Song for Barcelona”, the album’s closer.
Working with guitarists Greg Leisz and Val McCallum, bassist Bob Glaub, Jeff Young on keyboards, Mauricio Lewak on drums, and vocalists Chavonne Stewart and Alethea Mills, all long-time collaborators, and recording close to home in Santa Monica, Browne the craftsman serves up an album that was several years in the making yet which remains fresh and topical. The issues don’t go away, the can simply gets kicked down the road. The title track worries about the oceans – environmental catastrophe is the album’s underlying theme – and the ruin we continue to inflict. In the week two megamillionaires launched themselves briefly into space, the line about “all mankind’s ambition and vanity” sure hits home.
There are moments of real tenderness: “A Human Touch”, which is what we’ve been missing all year, is beautiful, a proper duet, Leslie Mendelson sharing the vocal with Browne, their entwined voices underpinned by Leisz on pedal steel. “The Dreamer” bowls along, its upbeat Tex-Mex style deliberately at odds with the subject, the heartbreak stories of those who “cross oceans and deserts and rivers/ Carrying nothing more than the dream of what life could be”. The song is co-written with Eugene Rodriguez, founder of Los Cenzontles, a band which began as part of a California Arts Council artist residency, and David Hidalgo of Los Lobos. It’s sung in English and Spanish, the story told through the eyes of one young woman who “pledged her future to this land”.
The album ends in exhilarating rumba-flamenco style, complete with Raúl Rodriguez’s palmas and a chorus in Catalan, with “A Song for Barcelona”, a love song to the city “that gave me back my fire – and restored my appetite”, a city in which he can imagine living, “in my escape from rock and roll”.
“No one gives a shit but Jackson Browne”, Randy Newman sang in “A Piece of the Pie”. Browne’s not the only one but he’s certainly kept the faith. Let’s hope he doesn’t make his escape quite yet.
Read MoreAlbum reviews: Jackson Browne – Downhill from Everywhere and Leon Bridges – Gold-Diggers Sound
July 29, 2021
Jackson Browne’s new record shows a master songwriter with the wind in his sails, while Leon Bridges stays the R&B course after a maelstrom of genre-blurring albums
Read MoreJACKSON BROWNE: DOWNHILL FROM EVERYWHERE
July 29, 2021
https://www.folkradio.co.uk/2021/07/jackson-browne-downhill-from-everywhere/
by Mike Davies 21 July, 2021
Jackson Browne – Downhill From Everywhere
Inside Recordings – 23 July 2021
His first new material in six years, Downhill From Everywhere, finds Jackson Browne on vintage form, marrying hummable melodies to both perceptive social commentary lyrics and love songs, addressing doubt and dignity, the need for justice, connection and tolerance in turbulent times. His lyrics are informed by a sense of encroaching mortality, that of the world as much as his own (“I’m way out over my due date baby”), with, as he sings on Until Justice Is Real, “Time like a fuse burning shorter every day”.
Downhill From Everywhere was recorded with an accomplished core band that includes Greg Leisz and Val McCallum on guitars, bassist Bob Glaub, drummer Mauricio Lewak and Jeff Young on keys. It opens with Still Looking For Something, a melodically laid back rolling rhythm number. Musically, it harks to those early albums with their West Coast vibe as he sings about always hoping for a better future (“I knew since I was just little/The sharp edges of the world will whittle/Your dreams down to shavings at your feet/Gonna do my best not to settle/I know it’s gonna test my mettle/To keep my options open- even so I’m hoping”).
With the drums taking the pace up, co-penned with McCallum, My Cleveland Heart (a reference to the world-renowned Cleveland Clinic) is a playful number with a serious undercurrent about how life would be if we were fitted with unbreakable, artificial hearts (“They’re made to take a bashin’/And never lose their passion …Don’t make mistakes/And they don’t know defeat”).
Russ Kunkel taking over the drum seat and Young on Hammond, the first of the lengthier tracks arrives with the chugging beat, Minutes To Downtown, an upbeat and autobiographical number about it never being too late to find love (“I didn’t think that I would ever feel this way again/No, not with a story this long and this close to the end”), in this case with someone younger (“The years I’ve seen that fell between my date of birth and yours/Fade before the altered shore of a river changing course”). However, the song could equally be about leaving his longtime love, LA, for new pastures.
With yet another drum seat swap to bring in Jay Bellarose with Leisz on the pedal and lap steel and Patrick Warren on keyboards, up next, co-written with Steve McEwan and Leslie Mendelson, the latter duetting with Browne is, to my mind, the album’s greatest track, A Human Touch, a quietly beautiful song about finding connection regardless your sexual orientation (“You can call it a decision/I say it’s how we’re made… There will always be pain/But because of it there will always be love”), a song I’d rank up there with Before The Deluge and The Pretender.
Love Is Love hits the mid-way mark with a Caribbean lilt, as a song that reminds us that everyone has their troubles, even in those places that we fantasise as some island paradise (“here, on the broken city streets of the island/People work and live and love and struggle every day”) but, Alethea Mills and Chavonne Stewart on backing vocals, there is still hope (“Rick rides a motorbike through the worst slums of the city/The father and the doctor to the poorest of the poor/Raising up the future from the rubble of the past/Here they say – L’espua fe viv – Hope makes life”).
Edging six minutes, the title track, written with Leisz and Young, is a Browne riff-driven rocker that’s essentially a list number about everything going to shit that speaks of polluting the oceans and takes a swipe at the NRA, the GOP and the ICE.
Another standout comes with the lilting Texicana sway of The Dreamer, a bi-lingual collaboration with Eugene Rodriguez which, based on a young woman they both know, is about a Mexican immigrant facing deportation, with Browne calling on those who see only enemies and walls to realise that is these that “Keep us prisoners of our fear”.
Browne has long been an activist and, with its tribal thump rhythm and Waddy Wachtel’s electric guitar, Until Justice Is Real takes its title from the rallying cry of the activist group Color of Change who aim “to create a more human and less hostile world for Black people in America”. As to the Stonesy-sounding Start Me Up guitar licks, he pointedly declares, “You want the truth you got to find it on your own/It may not be that easy to see/The truth is going to cost you in the land of the free/It’s a good question to be asking yourself/What is the good life, what is wealth?/What is the future I’m trying to see?/What does that future need from me?”
It closes with the two longest cuts, first the scuffed drums and understated resonator guitar of A Little Soon To Say, a song that conjures humanity looking for something they can’t quite place, not realising “all we’ve ever needed/Has been there all along inside of you and me” as, mingling hope and doubt, he sings “I want to see you holding out your light/I want to see you light the way/Beyond the sirens and the broken night/Beyond the sickness of our day/And after all we’ve come to live with/I want to know if you’re ok/ I’ve got to think it’s going to be alright/It’s just a little soon to say”.
It ends with the eight-minute plus A Song For Barcelona, another bi-lingual number written by the entire core band, a tango rhythm, handclaps and foot stamping love song to the Spanish city that “that gave me back my fire – and restored my appetite” with a lyric that echoes the sentiment of Before The Deluge as he sings of a gathering of souls united by a common vision:
They come from Ireland, they come from Africa
They come from the US, they come from Canada
They come from Norway, they come from China
They come from Uruguay, and from Bulgaria
They come for pleasure
They come for freedom
For the chance encounter
Or the revelation
They come for business
Or for adventure
And fall in love with the information
About the world, and about each other
They dream, and when they wake up
They’re not in Spain anymore
Browne has described the song as him envisioning a life beyond music (“my escape from rock n roll”), as just another face in the crowd, suggesting perhaps this may be a swansong? Whether that proves to be the case or not, Downhill From Everywhere is a glorious high.
Downhill From Everywhere is out on 23 July.
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